
Wer zu Hause oder im Studio eine Überdruckkammer nutzt, muss irgendwann einen Filter wechseln. Vielleicht dauert der Druckaufbau länger, die Luft aus dem Konzentrator riecht anders, oder Sie stellen nach einem Jahr fest, dass Sie gar nicht wissen, was in dem kleinen schwarzen Gehäuse steckt.
Dieser Leitfaden hilft Ihnen, den richtigen Filter zu finden, ohne ein falsches Teil zu kaufen oder auf angeblich „universelle“ Filter hereinzufallen. Wir erklären die vier üblichen Filterstellen, ihre Aufgaben, das Ablesen der Teilenummer und die wichtigsten Regeln für Komponenten im Sauerstoffbereich.
Die Kurzfassung in 30 Sekunden
Wenn Sie nach diesem Artikel nur fünf Dinge tun, dann diese:
- Suchen Sie das Typenschild Ihrer Kammer. Modell- und Seriennummer stehen auf einem Metallschild an der Kammerhülle. Diese Angaben sind die verlässlichste Grundlage für die Filterauswahl.
- Kaufen Sie keine „Universalfilter“. Ein Filter für industrielle Druckluft ist nicht automatisch für sauerstoffangereicherte Umgebungen geeignet. Materialien, Dichtungen und Zulassungen unterscheiden sich.
- Prüfen Sie den Luftdurchsatz, nicht nur die Mikrometerangabe. Ein feinerer Filter als nötig kann den Kompressor ausbremsen. Lesen Sie vor der Bestellung den Nenndurchsatz des vorhandenen Filters ab (L/min oder cfm).
- Wechseln Sie nach Plan, nicht erst, wenn der Filter „schmutzig aussieht“. Ist ein Filter sichtbar verstopft, arbeitet der Kompressor oft schon seit Wochen zu schwer. Halten Sie sich an die Wechselintervalle statt an den Augenschein.
- Bei Brandgeruch, ungewöhnlichen Geräuschen oder langsamem Druckaufbau: Gerät stoppen und vor dem Austausch den Hersteller kontaktieren. Filter sind Teil eines Drucksystems. Behandeln Sie sie wie Bremsbeläge und nicht wie Wasserflaschen.
Sehen wir uns nun an, wie Sie den richtigen Filter bestimmen.
Zuerst: Wo sitzen die Filter im System?
Eine weiche oder feste Überdruckkammer hat nicht nur einen Filter, sondern eine kleine Filterkette. Behalten Sie diesen Ablauf im Kopf, dann wird der Rest des Artikels verständlich.
Bei Weichkammern mit 1,5 ATAverläuft der Luftstrom ungefähr so:
Raumluft → Einlassvorfilter (waschbarer Schaumstoff) → Kompressor → Sauerstoffkonzentrator (10 L, 90 % ± 3 % O₂) → HEPA- oder Bakterienfilter am Ausgang → Schlauch → Maske.
Bei Hartkammern mit bis zu 2,0 ATAist der Aufbau ähnlich. Das Gehäuse lässt sich aber schwerer öffnen, und auf der Kompressorseite fallen mehr Wärme und Öldämpfe an.
Vier wichtige Punkte:
- Sauerstoffkonzentrator und Luftfilter sind nicht dasselbe. Der Konzentrator trennt Sauerstoff und Stickstoff mit einem Molekularsieb. Das ist ein Adsorptionsmittel, kein Filtermedium. Wer sagt, man müsse das Sieb „wie einen Filter wechseln“, versteht das System falsch. Siebe halten 5.000 bis 8.000 Betriebsstunden, Filter dagegen Wochen bis Monate.
- Die Kammer wird mit Druckluft und nicht mit reinem Sauerstoff unter Druck gesetzt. In der Kammer atmen Sie hochkonzentrierten Sauerstoff über eine Maske; die Kammerluft bleibt annähernd normale Luft. Für die Filterwahl ist das wichtig: Der Luftfilter sieht Luft, kein reines O₂. Für die nachgelagerte Sauerstoffleitung gelten andere Anforderungen.
- Meist gibt es mehr als einen Filter. Typisch sind ein grober Einlassvorfilter, häufig aus waschbarem Schaumstoff, ein Ansaugfilter am Kompressor, ein Ausgangsfilter auf der Sauerstoffseite und bei manchen Geräten ein Bakterien- oder Partikelfilter in der Maskenleitung.
- Filter sitzen in verschiedenen Druckbereichen. Am Einlass herrscht Unterdruck durch Ansaugung, am Ausgang Überdruck. Die Filter sind nicht austauschbar, selbst wenn ihre Mikrometerangaben auf dem Papier ähnlich aussehen.
Wenn der Ablauf klar ist, stellt sich die nächste Frage: Welchen Filter muss ich tatsächlich wechseln?

So finden Sie heraus, welchen Filter Sie brauchen
Dafür gibt es sechs Wege. Wir nennen sie ungefähr in der Reihenfolge vom ersten Schritt bis zur letzten Möglichkeit, wenn sonst nichts hilft.
1. Lesen Sie das Typenschild der Kammer
Das Metallschild außen an Hartkammern beziehungsweise das gedruckte Etikett an der Innennaht von Weichkammern enthält:
- Modellnummer (zum Beispiel OT-H401 oder OT-S15T)
- Seriennummer
- Maximaler Betriebsdruck in ATA
- Herstellungsjahr
- Herstellerangaben
Fotografieren Sie das Schild zuerst mit dem Handy. Diese Angaben brauchen Sie, wenn Sie uns oder einen autorisierten Händler kontaktieren.
2. Lesen Sie das Etikett des vorhandenen Filters
Die meisten Ersatzfilter für Kammern tragen ein gedrucktes oder geprägtes Etikett mit folgenden Angaben:
- Eine Teilenummer (manchmal mit „P/N“ oder „RP“ davor)
- Eine Filterfeinheit (z. B. 0,01 µm oder 5 µm)
- Ein Nenndurchsatz in L/min oder cfm
- Eine maximale Betriebstemperatur
- Ein Hinweis wie „nicht verwenden mit“ oder „sauerstoffrein“ bei Filtern auf der Sauerstoffseite
Ist das Etikett weg, verblasst oder übermalt, gehen Sie zu Schritt 3.
3. Messen Sie den Filter
Mit drei Maßen kommen Sie in den meisten Fällen weiter:
- Außendurchmesser (mm)
- Länge (mm)
- Anschlussart und Gewinde (z. B. 1/4″-NPT-Außengewinde oder 6-mm-Steckanschluss)
Noch hilfreicher ist ein Foto des Filters neben einem Lineal. Schicken Sie es zusammen mit dem Typenschild, wenn Sie uns kontaktieren.
4. Suchen Sie die Teilenummer in der Ersatzteilliste des Herstellers
Für Oxyboss-Kammern stehen Teilenummern, Preise und Wechselintervalle des Luftfiltersets auf unserer Verbrauchsmaterialseite. Das Standardset kostet etwa 50 USD und sollte gewechselt werden alle 500 bis 1.000 Betriebsstunden oder alle 3 bis 6 Monate, je nachdem, was zuerst eintritt.
5. Schicken Sie Fotos an den Hersteller oder einen autorisierten Händler
Wenn das Typenschild unleserlich oder das Filteretikett verschwunden ist, machen Sie drei Fotos: vom Typenschild, vom Filter neben einem Lineal und vom Anschlussende. Senden Sie die Bilder per E-Mail oder WhatsApp an den Verkäufer. Wer Ersatzfilter verkauft, ohne vorher die Fotos anzusehen, ist kein verlässlicher Ansprechpartner.
6. Raten Sie nicht
Diese sechste Regel ist vielleicht die wichtigste. Ein falscher Einlassfilter bremst den Kompressor und verkürzt seine Lebensdauer. Ein falscher Filter am Sauerstoffausgang kann Kohlenwasserstoffe in eine sauerstoffangereicherte Leitung einbringen. Beides ist nicht akzeptabel.
Die vier Filterarten, denen Sie begegnen werden
Die Teilenummern unterscheiden sich je nach Modell, doch fast alle Kammerfilter gehören zu einer dieser vier Gruppen. Lernen Sie, sie zu erkennen.
| Filterart | Einbauort | Was er zurückhält | Wiederverwendbar? | Übliches Intervall |
|---|---|---|---|---|
| Vorfilter (Schaumstoff / grobe Partikel) | Raumluftansaugung der Kammer | Staub, Flusen und Haare | Ja: mit milder Seife waschen und vollständig trocknen | Wöchentlich sichtprüfen; bei Rissen ersetzen |
| Kompressor-Ansaugfilter | Am Gehäuse des Luftkompressors | Feinstaub, der Kompressorventile beschädigen könnte | Nein | 500 bis 1.000 Stunden |
| Ausgangsfilter auf der Sauerstoffseite | Zwischen Konzentrator und Maskenleitung | Partikel aus den Siebbetten und mögliche Rückstände aus dem Kompressor | Nein | 500 bis 1.000 Stunden |
| Bakterien- / HEPA-Leitungsfilter | In der Maskenleitung (bei manchen Modellen optional) | Bakterien und feine Partikel bis 0,01 µm | Nein | Nach Herstellerangaben, oft 6 bis 12 Monate |
Einige Hinweise zur Tabelle:
- Waschbar heißt nicht „abspülen und sofort wieder einsetzen“. Waschbare Schaumstoffvorfilter müssen vollständig trocken sein bevor Sie sie wieder einsetzen. Ein feuchter Filter an der Saugseite des Kompressors begünstigt Schimmel im Luftweg.
- HEPA-Filter (H13/H14) sind nicht waschbar. Wasser zerstört das Filtermedium. Sieht Ihr HEPA-Filter schmutzig aus, ersetzen Sie ihn statt ihn abzuspülen. Auch Absaugen beschädigt das Medium.
- Die Kennzeichnung „sauerstoffrein“ ist kein Werbespruch. Filter hinter dem Konzentrator, die einem erhöhten Sauerstoffpartialdruck ausgesetzt sind, müssen nach Anforderungen für den Sauerstoffbetrieb gereinigt und verpackt sein. Filter für industrielle Druckluft sind das oft nicht. Im Sicherheitsabschnitt gehen wir näher darauf ein.

Mikrometerwerte: kleiner ist nicht immer besser
Filter werden mit sehr unterschiedlichen Werten angeboten: 40 µm, 5 µm, 0,3 µm oder 0,01 µm. So ordnen Sie diese Zahlen ein.
| Mikrometerwert | Was er in der Praxis bedeutet |
|---|---|
| 40 µm | Sichtbarer Staub, Flusen und Haare |
| 5 µm | Pollen und rote Blutkörperchen (als Vergleich) |
| 1 µm | Bakterien und größere virustragende Partikel |
| 0.3 µm | MPPS: die am schwersten abzuscheidende Partikelgröße für die HEPA-Einstufung |
| 0.01 µm | Echte HEPA- oder feinere Filterung an Sauerstoffausgängen mancher Systeme |
Der Fehler ist die Annahme, feiner sei immer besser. Das stimmt aus zwei Gründen nicht:
- Druckverlust. Ein feineres Filtermedium behindert den Luftstrom stärker. Der Kompressor muss für dieselbe Luftmenge mehr leisten, was seine Lebensdauer über Monate verkürzt. Halten Sie sich an den vom Hersteller angegebenen Durchsatz: Ein noch feinerer Filter kann Lebensdauer kosten, ohne dass die zusätzliche Filterung nötig ist.
- Wirkungsgradangaben hängen vom Prüfverfahren ab. Manche Angebote nennen „99,97 % Wirkungsgrad“, andere „99,999 %“. Beides kann stimmen, weil unterschiedliche Partikelgrößen, Prüfaerosole und Durchsätze verwendet werden. Die 99,97 % entsprechen dem HEPA-Kriterium bei 0,3 µm MPPS, der für mechanische Filterung schwierigsten Größe. 99,999 % werden oft bei größeren, leichter abzuscheidenden Partikeln gemessen. Ohne Angabe von Prüfverfahren und Partikelgröße sind diese Zahlen nicht vergleichbar. Das verwirrt Käufer von Ersatzfiltern häufig und führt oft zu unnötigen Ausgaben.
Für einen fairen Vergleich zweier Filter fragen Sie nach:
- dem Prüfstandard (EN 1822, ISO 29463 oder entsprechender ASTM-Norm)
- der MPPS oder der geprüften Partikelgröße
- dem Nenndurchsatz bei angegebenem Druckverlust (bei HEPA-Filtern typischerweise 250 Pa)
Kann der Verkäufer diese drei Punkte nicht nennen, ist der Wirkungsgrad eher Werbung als eine belastbare Angabe.
Wechselintervalle: Eine einzige Zahl reicht nicht
Im Internet finden Sie Angaben wie „alle 3 Monate“, „alle 6 bis 12 Monate“, „alle 18 bis 24 Monate“ oder „alle 2 Jahre“. All diese Zahlen stehen auf echten Produktseiten. Sie sind nicht unbedingt falsch, beziehen sich aber auf verschiedene Komponenten und Nutzungen.
Die Aufschlüsselung:
| Herkunft der Angabe | Was tatsächlich gemeint ist |
|---|---|
| 3 bis 6 Monate | Dauerhafter gewerblicher Betrieb (Spa oder Wellnesscenter) mit mehreren Sitzungen täglich |
| 6 bis 12 Monate | Regelmäßige Nutzung zu Hause mit ein bis zwei Sitzungen pro Tag |
| 12 bis 24 Monate | Geringe Nutzung zu Hause, einige Male pro Woche, beim Filter auf der Kompressorseite, oder bei Siebbetten des Sauerstoffkonzentrators (das sind keine Filter) |
| 2 Jahre / 20.000 Stunden | Siebbetten in PSA-Sauerstoffkonzentratoren, wiederum keine Filter |
Das Muster: Das Intervall hängt von der Nutzungsintensität und der Art des Bauteils ab. Es gibt kein einziges „richtiges“ Intervall für alle Filter in allen Kammern.
Die ehrliche Antwort steht in unserem Wartungsleitfaden:
Wechseln Sie das Luftfilterset alle 500 bis 1.000 Betriebsstunden, oder alle 3 bis 6 Monate, je nachdem, was zuerst eintritt. Erfassen Sie die Betriebsstunden, nicht nur das Datum.
Dieses Intervall gilt für Oxyboss-Systeme bei üblicher Nutzung zu Hause oder in kleineren Gewerbebetrieben. Bei acht Stunden Sitzungsbetrieb täglich im Wellnesscenter erreichen Sie eher die Grenze von 500 Stunden. Bei einer Sitzung pro Woche zu Hause sind vermutlich die 3 bis 6 Monate zuerst erreicht.
Originalfilter oder „kompatible“ Fremdfilter?
Auf Marktplätzen wie Amazon und eBay finden Sie Filter als „passender Ersatz für [Ihr Modell]“. Manche sind geeignet, andere nicht. So erkennen Sie den Unterschied.
Vier entscheidende Fragen:
- Hat der Filter denselben Nenndurchsatz wie das Original? Steht im Angebot nur die Mikrometerangabe, aber kein Durchsatz, ist Vorsicht geboten.
- Ist ein Filter auf der Sauerstoffausgangsseite für den Sauerstoffbetrieb gereinigt? „Sauerstoffrein“ bedeutet, dass der Filter so hergestellt und verpackt wurde, dass keine Kohlenwasserstoffe in das Medium gelangen. Industriefilter erfüllen das meist nicht. Ein solcher Filter in der Sauerstoffleitung der Kammer birgt Brandgefahr.
- Passt der Anschluss genau? NPT-Gewindesteigung, Steckanschlussdurchmesser und Dichtungsart müssen stimmen. „Passt zu den meisten Modellen“ heißt oft, dass es bei vielen nur locker sitzt.
- Was passiert, wenn der Filter versagt? Ein Vorfilter, der Staub durchlässt, ist ärgerlich. Ein Filter auf der Sauerstoffseite, der Kohlenwasserstoffe abgibt, ist ein ganz anderes Risiko. Je näher an der Sauerstoffleitung, desto weniger Kompromisse sind möglich.
Unsere Empfehlung: Verwenden Sie Originalfilter auf der Sauerstoffseite und am Kompressoreinlass. Vorfilter aus waschbarem Schaumstoff können meist von Drittanbietern stammen, wenn die Maße genau passen. Das ist kein Verkaufsargument: Ein ungeeigneter Filter auf der Sauerstoffseite kann unbemerkt bleiben, bis ein Problem auftritt.
Wenn Sie einen Fremdfilter kaufen, schicken Sie uns vor dem Einbau das Datenblatt. Wir sagen Ihnen offen, ob er passt.
Sicherheit: Was selten in der Produktbeschreibung steht
Einige wichtige Hinweise finden Sie nicht in einem Filterangebot.
Sauberkeit für den Sauerstoffbetrieb
Filter auf der Sauerstoffausgangsseite müssen nach Anforderungen gereinigt und verpackt sein, die Öle, Fette und Kohlenwasserstoffe im Medium ausschließen. Branchenreferenzen sind ASTM G88 (Leitfaden für Systeme im Sauerstoffbetrieb) und CGA G-4.1 (Reinigung von Geräten für Sauerstoffbetrieb). Erwähnt das Datenblatt keine entsprechende Reinigung, verwenden Sie den Filter nicht auf der Sauerstoffseite.
Statische Aufladung und Erdung
Überdruckkammern können sich statisch aufladen, besonders bei trockener Raumluft im Winter. Eine Entladung nahe einem erhöhten Sauerstoffpartialdruck kann eine Zündquelle sein. Maßgeblich sind Kapitel 14 der NFPA 99 für Überdruckanlagen sowie die Vorgaben zu Potenzialausgleich und Erdung im Installationshandbuch. Bei Oxyboss-Kammern, haben sowohl das Kammergehäuse als auch die 3-in-1-Sauerstoffquelle werkseitige Erdungspunkte. Prüfen Sie vor der ersten Nutzung, ob die Steckdose ordnungsgemäß geerdet ist.
Überwachung während der Sitzung
Überdrucksitzungen dürfen nicht unbeaufsichtigt stattfinden, besonders bei höherem Druck. Oxyboss-Hartkammern sind für betreute oder überwachte Nutzung ausgelegt. Halten Sie während der gesamten Sitzung Sicht- oder Sprechkontakt zur Person in der Kammer, unabhängig vom eingebauten Filter.
Hinweis zu Sicherheitsmitteilungen
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat in Sicherheitsmitteilungen über Vorfälle mit hyperbaren Sauerstoffgeräten berichtet, darunter schwere Verletzungen und in manchen Fällen Todesfälle. Häufig standen sie mit nicht zugelassenen Anwendungen, mangelhafter Wartung oder veränderten Geräten in Verbindung. Das erinnert daran, dass hyperbare Geräte samt Filter- und Drucksystemen dieselbe Sorgfalt wie jedes Drucksystem verlangen. Die ursprüngliche FDA-Mitteilung ist die maßgebliche Quelle.
Wann Sie stoppen und anrufen sollten statt selbst zu basteln
Bei folgenden Anzeichen die Kammer nicht weiter nutzen und zuerst den Hersteller kontaktieren:
- Brandgeruch oder anderer elektrischer Geruch von der Sauerstoffquelle
- Sichtbare Risse oder Weißfärbung am Acrylfenster
- Ein neues Zischgeräusch, besonders an der Türdichtung
- Die Kammer erreicht den eingestellten Druck nicht in der üblichen Zeit (Weichkammer etwa 10 bis 12 Minuten bis 1,5 ATA; Hartkammer etwa 20 bis 25 Minuten bis 2,0 ATA, je nach Modell)
- Der Druck fällt nach Erreichen des Sollwerts und bleibt nicht stabil
Die Ursache kann bei Filtern liegen, aber ebenso bei Türdichtungen, Drucksensoren, Ventilen oder dem Kompressor. Hier ist eine Diagnose nötig, kein Austausch auf Verdacht.
Führen Sie ein Wartungsprotokoll
Im Benutzerhandbuch finden Sie eine Vorlage. Nutzen Sie sie und notieren Sie:
- Das Datum jeder Sitzung
- Ungewöhnliche Beobachtungen (Geruch, Geräusch, langsamer Druckaufbau)
- Filterwechsel: Datum, Teilenummer und Betriebsstunden beim Wechsel
Ein einfaches Tabellenblatt oder Notizbuch genügt. Bei Fragen zum Filter fragen wir zuerst nach den Betriebsstunden. Mit dieser Angabe ist die Antwort oft in fünf Minuten möglich; ohne sie können wir nur raten.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass mein Filter verstopft ist?
Ein langsamerer Druckaufbau ist oft das erste Zeichen. Ein verstopfter Ansaugfilter begrenzt den Luftstrom, sodass der Kompressor länger bis zum Solldruck braucht. Ist Schmutz sichtbar, läuft er möglicherweise schon seit Wochen unter zusätzlicher Last.
Kann ich einen HEPA-Filter reinigen und wiederverwenden?
Nein. HEPA-Material lässt sich weder waschen noch absaugen. Ersetzen Sie den Filter.
Meine Kammer hat einen Schaumstoffvorfilter. Kann ich beliebigen Schaumstoff derselben Größe verwenden?
Beim Vorfilter für Raumluft ja, wenn Maße und Dichte gleich sind. Am Kompressoreinlass oder auf der Sauerstoffseite nein: Verwenden Sie das Originalteil.
Was unterscheidet „absolute“ von „nominaler“ Filterung?
Bei nominaler Filterung hält ein Filter einen bestimmten Anteil von Partikeln einer bestimmten Größezurück, ohne formale Wirkungsgradklasse. Absolute Filterung nach EN 1822 H13 oder höher bedeutet eine Prüfung mit definierter Partikelgröße und eine Zertifizierung für mindestens 99,95 % Abscheidung bei MPPS. Für Sauerstoffausgangsfilter sind absolut eingestufte Filter klar vorzuziehen.
Das Filteretikett ist unleserlich. Kann ich mit dem alten Filter im Baumarkt einen passenden Ersatz suchen?
Nicht für den Filter auf der Sauerstoffseite oder am Kompressoreinlass. Der Mikrometerwert allein sagt nichts über Durchsatz, Reinigung für Sauerstoffbetrieb oder Anschluss aus. Schicken Sie uns lieber ein Foto.
Muss ich Filter nach langer Lagerung ersetzen?
Wenn die Kammer monatelang ungenutzt stand, ersetzen Sie vor der nächsten Sitzung den Ansaugfilter auf der Luftseite und prüfen Sie den Filter auf der Sauerstoffseite visuell, ohne ihn zwangsläufig zu ersetzen. Filter haben eine Lagerdauer, besonders Schaumstofffilter.
Quellen und weiterführende Literatur
Hier sind die Normen und maßgeblichen Quellen für diesen Artikel. Wir verlinken keine Drittanbieter für Filter und keine konkurrierenden Kammermarken. Für Ersatzteile kontaktieren Sie uns direkt.
- ASTM G88 — Standard Guide for Designing Systems for Oxygen Service
- CGA G-4.1 — Cleaning of Equipment for Oxygen Service
- NFPA 99 — Health Care Facilities Code (Chapter 14, hyperbaric facilities)
- ASME PVHO-1 — Safety Standard for Pressure Vessels for Human Occupancy (Norm, nach der unsere Hartkammern konstruiert sind)
- EN 1822 / ISO 29463 — Prüfnormen für HEPA- und ULPA-Filter
- ISO 9001:2015 — Qualitätsmanagementsysteme
- ISO 13485:2016 — Qualitätsmanagement für Medizinprodukte (unser Herstellungsprozess ist zertifiziert; unsere Produkte sind keine Medizinprodukte)
- EU-Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU — für die Druckbehälter unserer Hartkammern anwendbar
- US-amerikanische FDA — Safety Communication on Hyperbaric Oxygen Devices (oben genannte Sicherheitsmitteilung)
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- Ein Foto des vorhandenen Filters neben einem Lineal
- Die Betriebsstunden seit dem letzten Wechsel, falls bekannt
Wir antworten innerhalb eines Werktags mit der genauen Originalteilenummer und einem Versandangebot für Ihre Adresse.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information. Unter dem Namen Oxyboss verkaufte Überdruckkammern sind persönliche Wellnessgeräte für allgemeines Wohlbefinden und Erholung. Sie sind keine Medizinprodukte und nicht zur Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt. Befolgen Sie stets die Anweisungen zu Installation, Betrieb und Wartung im Handbuch Ihrer Kammer. Wenn Sie eine Erkrankung haben, sprechen Sie vor der Nutzung hyperbarer Geräte mit einem zugelassenen Arzt.